Auffahrtsausflug 2010

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LSZF – EDWB

Die Meldeliste von 8 Flugzeugen war eindrücklich. Die erforderliche Bettenanzahl von 24 forderte den Organisator, Beat Dübendorfer. Schlussendlich war alles gebucht, die Mietwagen organisiert. Am 12. oder 13. Mai sollte gestartet werden. Dem standen zwei Hindernisse im Weg, zum einen Montezumas Rache an den Teilnehmern einer Hochzeitsgesellschaft zum andern das Wetter. Auf letzteres pfiff nur die IFR Crew und so erreichten Beat, Leo, Helen und Roger noch am 12. die DA von Bremerhavens Piste 34 (490 ft). Für die 16 hätte es nicht gereicht, der Deckel lag bei 500 Fuss.

Kurt und seine Pax kamen bis Paderborn, die Präsidialmaschine bis Kassel-Calden und Roman Georg und Liisa mit der KED nach Erfurt. Seither schwärmen alle drei gestrandeten Crews von „ihren“ Plätzen. Das Präsidialpaar von Ihrem Beauty-Wellness Hotel, die andern von ihren Altstädten.

Der 13. erlaubte den Kasslern und Erfurtern den Weiterflug. Disziplin war Navigation im Tiefflug, Unterkategorie Windradslalom, linksrum um die roten rechtsrum um die blauen Schwirbel. Bremen Info hatte zwei Maschinen in der Luft, die HEC und die KED. Kaum in Bremen gelandet, versuchte Roman auch die „Paderborner“ zu überzeugen, den Kampf mit den Nimbostraten aufzunehmen, erfolglos.

Der 14. begrüsste die angekommenen Crews mit schönem, windigem, kalten Wetter; ideal um die Schwimmwesten zu montieren und die Nordseeinseln zu erkunden. Helgoland mit zollfreiem Sprit und Spirit zieht mit seiner kurzen Piste Flieger an wie eine Kuh Fliegen und so landeten denn vom Oldtimer bis zur Cessna 400 alle auf der 480m Piste, bis der Parkplatz randvoll war und einem Trägerdeck ähnelte. Die Insel selbst ist ein Vogelfreundeparadies, ein riesiger Zollfreiladen und ein so geschichtsträchtiger Ort, dass jeder zweite Stein von Piraten und Freibeutern, Admir- und Generälen, Staatsmännern, einem österreichischen Flächenmaler und dem von den Briten veranstalteten Big Bang erzählt. Die Insel hat’s zum Glück überstanden. Auch auf allen andern angeflogenen Inseln wurden wir sehr freundlich empfangen, es gibt Fahrräder zu mieten, gemütliche Flughafenbeizen, vernünftige Landetaxen, mehr als ein Grund wiederzukommen.

Den Abend beschlossen wir bei Fliegerlatein und einem hervorragenden Nachtessen im Fischereihafen.

Der 15. war Museums und Hafenrundfahrttag. Bei 20 Knoten Wind und 8 Grad Celsius ein gefühlter Wintertag. Die Aussicht auf einen erneuten Meteochallenge für den Rückflug liess die vorsichtigeren einen frühzeitigen Planungsabstecher ins Hotel machen – die einen lernten dabei im Schlaf – die souveräneren I Follow the Road Flieger zu extensiverem Erkunden der vielen Sehenswürdigkeiten Bremerhavens. Nach einem italienischen Farewelldinner und dem letzten Bier in der Ferrari Bar verplichteten die obligatorischen „eight hours from bottle to throttle“ zum Rückzug.

Der 16. versöhnte uns mit besserem Wetter als vorhergesagt. Es gab jede Menge Flieger in der Luft, Luftraumverletzungen zuhauf („D-MT sie sind auf 4500 Fuss im Luftraum Charlie von Düsseldorf würden Sie den bitte verlassen!“ „H-ED bleiben Sie bitte unter 3500 Fuss und vermeiden Sie den Luftraum Charlie Frankfurt, danke, Wiesbaden ist nicht aktiv“- ich glaub‘s nicht, die haben bestimmt alle einen Freundlichkeitskurs absolviert, Bravo!) und Segelflieger, die man im letzten Moment sah hinter jedem Wölkli. Ein Zwischenlandeplatz war Mainz, im Moment wegen Umbauten ohne jeden Komfort und ausgesprochen umständlicher Zollkontrolle; die Instrumentenflieger übten einen Anflug in Paderborn und die Habituées gingen stilsicher in Speyer nieder. So um die drei Uhr hatte Beat dann alle gewünschten „Happy Landing LSZF“ Mitteilungen samt Dank fürs Organisieren auf dem Handy.

Landetaxen im Schnitt um 10-15 Euro; 100LL knapp unter 2 Euro, (roter Whiskey, Gin, 10 Euro, 20 Frühstücksdavidoffs 134 Euro, Helgoland). Technische Probleme, keine; die Bugradverriegelung bei der (vollbeladenen) KED (gewöhnungsbedürftig bis) problematisch. KED noch max. 9 Std bis zur 50h Kontrolle.